D´Mistla mached Baim he! – 17.03.2018

12 unerschrockene Helfer sind auch diesmal wieder unserem Aufruf gefolgt und trafen sich am vergangenen Samstag bei eisigen Temperaturen und bissigem Ostwind in Maubach unter dem Wengert, um auf einem Stückle Bäume von Misteln zu befreien.

Die Mistel ist ein Parasit: sie hat keine Wurzeln im Boden und bedient sich daher bei ihrem Wirt indem sie ihm Halbschmarotzer Wasser und Nährstoffe entzieht. Sobald sich der Mistelkeimling etabliert hat, wächst der in einem beachtlichen Tempo, sodass in wenigen Jahren einen Durchmesser von über einem Meter erreicht werden kann. Der dichte Mistelbewuchs behindert den jährlichen Neuaustrieb der Obstbäume und führt im Laufe der Zeit zum Vertrocknen ganzer Astpartien. Rund 30 cm vor der Mistel muss ein Ast abgeschnitten werden, um ein schnelles Ausbreiten einzudämmen. Ein mit Misteln befallenen Baum kann nicht mehr gerettet werden. Aber das „Sterben“ kann bei jährlichem Entfernen der Misteln ziemlich laaange hinausgezögert werden!

Gestärkt mit diesem Wissen ging es ans Werk. Dank Martin Klenk und seinem „Manitou Hubsteiger“ konnten wir auch diesmal die „oberen Etagen“ einiger Bäume von Misteln recht einfach befreien.

Am Ende hat Martin Klenk das Teilstück zur „Mistelfreien Zone“ erklärt und diese per Holzschild manifestiert.

Herzlichen Dank an alle Helfer – an die OGV Mitglieder und besonders auch an einige Neugierige, deren Motivation der Erhalt der Bäume ist.

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Nartur begreifen!, Unser Obst- und Gartenbauverein, Veranstaltungen, Wissen weitergeben

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Date published

18. März 2018